Schneckentempo
In einem Zeitalter, in dem unsere Computer immer leistungsfähiger, das Internet immer wichtiger und die Geschäftswelt immer globaler wird, zeigt sich die ganze Tragweite fehlgeleiteter Kommunikations-Planung. Vermutlich war es ein Fehler, die Deutsche Telekom ohne Bedingungen aus der Verantwortung für die Nutzer zu entlassen. Wenn es nur noch um die Kohle geht, bleiben die Belange vor allem der kleinen Gemeinden auf der Strecke. Das schädigt die Infrastruktur nachhaltig, wenn man nicht nur auf die Landwirtschaft schielt.
Download mit Kaffeepause
Eigentlich ist alles ganz einfach - nur ein paar Kilometer von uns entfernt wird DSL mit ordentlichen Bandbreiten angeboten. Ausreichend um auch das vielgepriesene Angebot von T-Home nutzen zu können. Filme satt in passabler Qualität. Downloads in für unsere Begriffe atemberaubender Geschwindigkeit. Ich durfte selbst erleben, wie ein 280 MB großer Download innerhalb weniger Sekunden den Weg auf die Festplatte meines Sohnes fand. In Hamburg natürlich, nicht hier bei uns. Ich muss für derartige Aktivitäten gute zwei Stunden einplanen.
Glaubt man den Technikern der Telekom, so wäre es problemlos möglich, uns hier zumindest 6000 kBit zu bieten. Mit einer nahezu verschwindend geringen Investition müsste der Verteiler in Holstendorf aufgerüstet werden. Im Service-Bereich der Telekom weiß man allerdings nichts davon. Das mag mit der allgemein geringen Qualtität des Services zusammenhängen.
Die Telekom schläft und andere Anbieter stehen in den Startlöchern, um die Lücke zu füllen. Nicht weit entfernt von uns wird gerade eine neuartige Form der Datenübermittlung projektiert und vermutlich auch eingeführt. DSL via Funknetz. Die Idee ist nicht ganz neu. Aber es brauchte immerhin ein paar Jahre bis der Telekom hier bei uns ein wenig Konkurrenz erwächst. Schlecht für sie und die anderen Anbieter wie 1&1, Arcor, Alice und wie sie alle heißen, die sich ausnahmslos außerstande sehen, uns zu versorgen.
