Die Brücke kommt doch nicht!
Die Verwirklichung einer europäischen Vision: so nennen die Urheber eines großartigen Bauprojektes den Bau der Fehmarnbeltquerung. Wenn alles klappt, wachsen Skandinavien und Schleswig-Holstein näher zusammen. Eine Hoffnung für eine strukturschwache Region? Eine Br¨cke wird es jedoch nicht geben. Die Bauherren favorisieren einen Tunnel. Das scheint auch sinnvoller, häufen sich doch die Tage, an denen die Fehmarnsundbrücke wegen Sturmes für LKW und Fahrzeuge mit Anhängern gesperrt ist.
Zwiespältig
So gut die Idee des Zusammenwachsens auch ist, so beschwerlich war der Weg dorthin. Die Dänen, eigentlich immer ein wenig kreativer als wir, haben das Projekt beharrlich vorangetrieben und übernehmen auch den größten Teil des finanziellen Risikos.
Gemecker gibt es dennoch. Die Umwelschützer meckern, aber die meckern ja eigentlich immer über irgend etwas, ohne hier bei uns eindeutige und nachhaltige Leistungen für den Fortbestand und Erhalt der Natur zu erbringen. Die Fehmarner meckern aus vielen verschiedenen Gründen, die Grünen meckern und die direkt Betroffenen in den Badeorten natürlich auch!
Das Gemecker hat viele gute Gründe. Noch ist die Planung nicht ganz klar.
Auf die Anwohner in den Badeorten kommt wohl so einiges zu. So wird sich der
Güterverkehr auf Straße und Schine vervielfachen. Die A1 wird zunehmend verstopft. Lärm und Dreck
steigern sich in einer touristisch genutzten Region erheblich. Die Bahn sichert
zu, eine erträgliche Trasse zu planen und... und... und... Schade dass in den
vergangenen Monaten bei so vielen die Glaubwürdigkeit auf der Strecke blieb.