Schlechter geht es kaum:

288 Stunden

habe ich in den letzten fünf Jahren am Bahnhof Pönitz mit Warten zugebracht. Ein Armutszeugnis für die Bundebahn!

Das Warten hat ein Ende!

Mein jüngster Sohn ist vor ein paar Monaten nach Hamburg gezogen. Bei uns ist ein wenig mehr Ruhe eingekehrt. Vorbei ist die Zeit des Wartens auf die nahezu täglich verspäteten Züge des Regionalverkehrs der Deutschen Bundesbahn. Für mich bedeutet dies nur eine geringe tägliche Zeiteinsparung. Für meinen Sohn summiert es sich auf einige Stunden.


Die Summe des Ganzen!

In fünf Jahren sind mir rund 288 Stunden des Wartens entstanden. Mal waren es nur Minuten, mal waren es Stunden. Nutzlose Verschwendung von Zeit. Geopfert einem offenkundig unfähigen, desinteressierten und wenig kundenorientierten Unternehmen: Der Deutschen Bundesbahn. Für meinen Sohn hat sich diese Wartezeit zum Teil noch erheblich verlängert, Anschlusszüge oder Busse wurden nicht erreicht. Das sind die von den Wirtschaftswaisen der Rürup-Kommission gerühmten Vorteile des Lebens auf dem Lande, die beispielsweise zum Kippen der Pendlerpauschale führten. Nun gut, diese Kreaturen wohnen vermutlich nicht in einem Dorf mit schlechter Verkehrsanbindung, wahrscheinlich müssen sie nicht einmal selbst ihr Auto lenken. Es lebe das Parasitentum!

Nun hat sich das alles relativiert. Ich kann länger schlafen, mein Sohn genießt die Vorzüge des gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehrs der Hansestadt Hamburg und spart täglich 2 bis 4 Stunden Fahrzeit. Ich genieße trotz dieser unangenehmen Zeit das Leben in unserem kleinen Dorf. Allein schon deshalb, weil die Anzahl parasitärer Dumpfbacken hier gleich null ist. Das stärkt die Lebensqualität!